Die Sonne und ihre positive Wirkung
Sonnenlicht, das Lebenselixier
Ohne die Sonne wäre das Leben auf der Erde nicht möglich. Pflanzen benötigen Sonnenenergie etwa für die Photosynthese, die für das Leben auf der Erde überlebenswichtig ist. Bei der Photosynthese nehmen Pflanzen Kohlendioxid auf und wandeln es mit Hilfe von Wasser in Glucose und Kohlenhydrate um, die für die Ernährung von Menschen und Tieren essenziell sind. Dabei setzen die Pflanzen Sauerstoff frei, den wir zum Atmen brauchen.
Doch Sonnenlicht ist nicht nur für die Natur unverzichtbar. Auch für unseren Körper erfüllt es wichtige Funktionen. Tageslicht beeinflusst unseren Schlaf-Wach-Rhythmus, unsere Stimmung und unser Wohlbefinden. Die UV-B-Strahlung der Sonne ermöglicht zudem die körpereigene Bildung von Vitamin D.
Positive Wirkung der Sonne auf das Wohlbefinden
Wenn die Sonne scheint, steigt bei vielen Menschen die Stimmung. Das liegt nicht nur an den angenehmen Temperaturen: Tageslicht beeinflusst auch wichtige Botenstoffe in unserem Gehirn, darunter das „Glückshormon“ Serotonin, das an der Regulierung unserer Stimmung beteiligt ist. Besonders in den dunkleren Herbst- und Wintermonaten wird deutlich, welche positive Wirkung die Sonne und deren Licht auf unser Wohlbefinden haben kann.
Gleichzeitig spielt Tageslicht eine entscheidende Rolle für unsere innere Uhr. Helles Licht hemmt tagsüber die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin und hilft dem Körper, zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden. Dadurch fühlen wir uns tagsüber wacher und können abends leichter zur Ruhe kommen. Regelmäßiges Tageslicht unterstützt somit einen gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus.
Für diese positiven Wirkungen ist übrigens kein ausgiebiges Sonnenbad notwendig: Schon ein Aufenthalt im Freien bei Tageslicht kann unserem Wohlbefinden guttun.
Vitamin D durch Sonne
Eine der wohl am bekanntesten positiven Wirkungen der Sonne ist die Bildung von Vitamin D in unserer Haut. Trifft UV-B-Strahlung auf die Haut, kann der Körper das lebenswichtige Vitamin selbst herstellen.
Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für zahlreiche Körperfunktionen. Es unterstützt beispielsweise die Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung im Darm und trägt damit zur Erhaltung gesunder Knochen bei. Auch für die Funktionen von Muskeln und Nerven ist Kalzium unverzichtbar. Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich zudem mit möglichen Schutzwirkung von Vitamin D vor Erkrankungen wie Diabetes, Osteoporose, dem metabolischen Syndrom und bestimmten Krebsarten.
Kleinere Mengen Vitamin D können wir auch über die Nahrung aufnehmen, zum Beispiel über den Verzehr von fettreichen Fischarten, Lebertran, Kalbfleisch und Eigelb. Den Großteil des benötigten Vitamin D bildet der Körper jedoch mithilfe des Sonnenlichts selbst.
Wie lange muss man für die Vitamin-D-Bildung in die Sonne?
Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) reicht es aus, Gesicht, Hände und Arme mehrmals pro Woche für einige Minuten (5 bis 25 Minuten) der Sonne auszusetzen. Wie viel Vitamin D der Körper dabei tatsächlich bildet, hängt unter anderem vom Hauttyp, der Jahreszeit, der Tageszeit und dem geografischen Aufenthaltsort ab.
Wichtig ist dabei: Für eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung ist keine intensive Sonnenbestrahlung nötig. Bei längerem Aufenthalt im Freien sollte die Haut vor den Auswirkungen und Gefahren der UV-Strahlung geschützt werden. Denn bei richtiger Anwendung kann der Körper Vitamin D trotz Sonnencreme bilden.
Positive Wirkung der Sonne auf die Gesundheit
Sonnenlicht beeinflusst nicht nur unsere Stimmung und die Bildung von Vitamin D, sondern auch weitere Prozesse in unserem Körper. Wohl dosiertes Sonnenlicht kann beispielweise den Blutdruck und das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall senken. Gleichzeitig gibt es Zusammenhänge zwischen einer ausreichenden Vitamin-D-Versorgung und positiven Folgen für unser Immunsystem. Aber auch hier gilt: Die Dosierung macht den Unterschied. Intensive Sonnenbestrahlung oder gar Sonnenbrände bewirken das genaue Gegenteil.
Die Sonne hat aber auch eine positive Wirkung auf entzündete Gefäße. Daher kann Sonnenlicht bei Rheuma, Multiple Sklerose oder Hauterkrankungen wie Schuppenflechte und Neurodermitis positive Effekte erzielen. Menschen mit rheumatischen Erkrankungen berichten etwa, dass es ihnen bei trockenem und warmem Wetter besser geht. Auch das Risiko von Schüben der Multiplen Sklerose kann durch natürliche UV-Strahlung gesenkt werden.
Zwischen Lebenselixier und Risiko: Auf die Dosierung kommt es an
Ohne die Sonne können wir Menschen nicht leben. Doch zu viel davon kann unserer Gesundheit schaden. Zwischen wohltuendem Sonnenlicht und schädlicher UV-Strahlung kommt es daher vor allem auf den richtigen Umgang mit der Sonne an.
Unsere Haut verfügt zwar über einen natürlichen UV-Eigenschutz, doch dieser stößt bei zu intensiver und ungeschützter UV-Belastung schnell an seine Grenzen. Denn Faktoren wie Hauttyp oder Intensität der UV-Strahlung spielen eine entscheidende Rolle. Nicht jeder Hauttyp verträgt gleich viel Sonne und nicht zu jeder Tageszeit ist die Sonnenstrahlung gleich stark. Sonnenbrand, Sonnenallergie oder langfristige Folgen wie vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs können die Folge sein.
Umso wichtiger ist es, die positiven Wirkungen der Sonne bewusst zu genießen und gleichzeitig die Haut zu schützen. Dabei helfen einige einfache Maßnahmen: intensive Mittagssonne möglichst meiden, schützende Kleidung tragen und unbedeckte Hautpartien mit geeignetem Sonnenschutzprodukten eincremen. Eine Orientierung bietet der UV-Index, der Auskunft über die Stärke der UV-Strahlung gibt.
Denn eines ist klar: Wir brauchen die Sonne, aber nicht jede Minute in der direkten Sonne ist automatisch gesund. Wer sich der Wirkung von Sonnenlicht bewusst ist und auf ausreichenden UV-Schutz achtet, kann die positive Seiten der Sonne genießen, ohne seine Haut unnötigen Risiken auszusetzen.

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